“Everything changes, for the better.“

Nun, aktuell bin ich ca. 1500 Tage eine Mädchen-Mama und 550 Tage lange auch eine Jungs-Mama… dürfte man diese „Mama-Erfahrung“ addieren, wären es schon 3050 Tage Mama-Dasein, aber ich zweifele ein bisschen an der Haltbarkeit dieser Hypothese. Nichtsdestotrotz darf ich seit nun etwas mehr als vier Jahren die Welt von einer neuen Seite betrachten und um diese kurz zu umschreiben, schaut noch mal kurz auf die Überschrift. Diese Aussage hat vor sechseinhalb Jahren ein Freud aus Kanada als frisch gebackener Papi getroffen als wir mit ihm im wunderschönen British Columbia über das Leben nachdachten. Und was soll ich sagen, sie ist so unfassbar zutreffend. So schnell ist auf einmal alles anders, nichts mehr selbstbestimmt und unter dem Strich bleibt alles so viel besser.

Doch es sind nicht nur der Alltag und die eigenen Routinen, die sich ändern, auch die Themen und Dinge, die dich beschäftigen, sind nun anders und naja, hätte ich vor über vier Jahren geglaubt, mit ebendiesen ganze Dialoge befüllen zu können? Ich bin skeptisch, verrate euch aber trotzdem, welche drei Themen für mich ein ständiger Mama-Begleiter sind.

1. Shit matters
Klingt komisch? Ist aber so – und in meinen kühnsten Träumen wäre mir damals, als ich als Studentin in warmen Winterstiefeln über den Campus meiner kanadischen Uni gestapft bin, sicher nicht in den Sinn gekommen, dass mich in den kommenden Jahren der Inhalt einer Windel und später der Toilette so beschäftigen wird. Doch das tut er und vornehmlich dann, wenn es, um nicht zu deutlich zu werden, eine Abweichung von der Norm (Krankheiten ausgeklammert) gibt. Und dann wird man aktiv: Mann informieren, Schwiegermutter und große Schwester fragen, mit Freundin beratschlagen und am besten nicht googeln. Zum Glück findet das Thema im Mamiumfeld meist reges Austauschbedürfnis – wie soll ich sagen – man fühlt sich verstanden.

2. Ein Tag hat zwei Hälften
Damals vor den Kindern war ein Tag einfach ein Tag lang, es gab den Morgen, Mittag, Abend und natürlich auch die Nacht, die man häufig auch zum Tag machte. Nun natürlich auch mit den Kindern gib’s es einen Morgen, einen Mittag, einen Abend und auch häufig eine schlaflose Nacht, aber seien wir doch mal ehrlich, eigentlich hat der Tag doch zwei Hälften – die vor dem Mittagsschlaf und die nach dem Mittagsschlaf. Nehmen wir mal einen stinknormalen Wochentag. Bei uns ist der dann „vor dem Mittagsschlaf“ mit großes Mädchen in die Kita bringen, einkaufen/zur Spielgruppe gehen/diverse Dingen zu Hause erledigen/spielen/organisieren/essen etc. bis es in den Mittagsschlaf geht. Dann ist Pause. Und nun nehmen wir mal einen durchschnittlichen Samstag, an dem wir unsere Freunde treffen wollen. Wann passt es am besten? Klar, „nach dem Mittagsschlaf“ – also in der zweiten Hälfte des Tages. Und ich liebe die Unterteilung eigentlich sehr. Natürlich gibt es ja auch noch den Mittagsschlaf selbst – die SlowMo des Alltags, der für Mami und Papa echt wichtig ist. Entweder man drückt selbst den Pausenknopf oder bekommt in Rekordzeit alles erledigt, was so ansteht. Herrlich!

3. Ein Kind muss in seinem Bett schlafen
Ich glaube dort oben steht einer der TOP 10 Tipps für Jungmamas und ich muss zugeben, ich habe ihn nach der Geburt meiner Tochter zutiefst zu Herzen genommen, bin viele Kilometer zwischen Kinderzimmer und Schlafzimmer hin und her getapst, habe unzählige Stunden neben dem Bett der Kleinen gesessen, Händchen und Köpfchen streichelnd, beruhigend und wiegend. Letztlich bin für ein paar Stunden auf dem Teppich vor dem Bett eingeschlafen und mit starken Nackenschmerzen wieder aufgewacht. Und am Ende? Haben wir alle im großen, gemütlichen Bett geschlafen und es auch genossen. Mittlerweile hat das Hin und Her ein Ende und wenn die Kleinen zu uns wollen, ist das so und wir schlafen alle gemütlich und zufrieden. Und ich – ganz persönlich – gebe jeden Jungeltern an die Hand, ihren eigenen Weg zu finden.

Wie ist es denn bei euch? Was zählt zu euren Top-Mama/Papa-Themen? Ich bin gespannt und wünsche euch gleichzeitig einen guten Rutsch!


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